Der Windmühlenwahn kehrt jetzt auch in Luxemburg ein!

Windräder so weit das Auge reicht... und kein Ende in Aussicht!In den letzten Jahren sind Windkraftanlagen teilweise wie Pilze aus dem Boden geschossen. Auch in Luxemburg scheinen sie sich mehr und mehr zu verbreiten. So sollen die idyllischen Landschaften um die Gemeinden Wahl, Rédange, Rambrouch und Ell auch nicht verschont bleiben. Die negativen Aspekte der Verspargelung unserer Landschaften werden wissentlich von den Betreibern der Elektrizitätsgesellschaften runtergespielt.

Dabei bleibt aber folgendes zu bemerken:

Prozeduren liefen während der Sommerferien an…

Im Falle dieser Gemeinden fiel die “Kommodoprozedur“ ( während der jeder das Recht besitzt schriftlich Einspruch zu erheben) erstaunlicherweise in die Sommerferien. Man ging also davon aus, dass auf diese Weise niemand auf die laufende Prozedur aufmerksam würde. Aber damit nicht genug. Die Bürger, welche sich mündlich bei den Gemeinden Ell und Rédange beschweren wollten, mussten sich zum Teil einen sehr rüden Umgangston gefallen lassen. Die darauffolgende „Informationsversammlung“ enthüllte dass die Windkraftanlagen auf Biegen und Brechen gebaut werden, denn die zahlreich gesammelten Unterschriften gegen das Projekt „Wandpark Rédange“ wurden als unbedeutend bezeichnet.

Keine Bankgarantie gefordert…

Ausserdem hat laut unseren Informationen der Staat keine Bankgarantie von den zukünftigen Betreibern gefordert; dies bedeutet, dass im Falle eines Nichtmehrbestehen dieser Betreiberfirma (aus welchen Gründen mag dahingestellt bleiben) die Kosten einer Entsorgung (z.B. Defekt; beim Recycling würden z.B. 3500 m3 Bauschutt anfallen) der Windkraftanlage zu Lasten des Grundstücksbesitzers fallen würden (ein paar Millionen Euro).

Naturschutz scheint eher zweitrangig…

Und wo bleibt eigentlich der Naturschutz? Ein herrliches Landschaftsbild wird zerstört damit der Klimakiller CO2 nur minimal reduziert wird; die Windkraftanlagen funktionieren tatsächlich nur etwa 80 Tage im Jahr; für den Rest muss der Strom dann woanders produziert werden, da kann man wirklich nicht von erneuerbarer Energie reden. Die Natur muss also der Alternativenergie weichen, denn es ist erwiesen, dass der Infraschall, welcher von den Anlagen ausgeht die Tierwelt extrem stört. Das Wild wird sich andere Reviere suchen, die Kühe, Pferde, Schafe, Schweine usw. werden gereizt und aggressiv werden, ganz zu schweigen von den Zugvögeln, die ihre Routen nicht mehr finden werden oder ganz einfach in den Rotorenblättern verenden werden. Dies alles aber sind einkalkulierte Risiken, welche zum Teil auch in den „Kommododossiers“ auf den Gemeinden vermerkt waren (erstaunlich aber wahr).

Gefahren sind teils bekannt…

So wird auch angegeben, dass man sich der Gefahr des Eiswurfs während der Wintermonate vollkommen bewusst ist. Man schlägt vor, an der Strasse CR303 Warnschilder zu installieren, welche auf die Gefahr hinweisen. Somit wäre es vielleicht anzuraten sich im Winter nur noch mit Schutzhelm den Anlagen zu nähern (im Falle dieser Anlagen könnte der Eiswurf bis zu 800 m weit gehen …). Und bei einem Brand wird einfach alles so lange brennen gelassen bis alle Teile zerstört sind, denn schliesslich kann die Feuerwehr bei einer Höhe von 133 m sowieso nichts ausrichten.

Alles andere als lautlos…

Auch sind da die Geräuschimmissionen; in unserem Nachbarland Deutschland, spricht man von einem andauernd an- und abschwellenden Heulton, den man laut Bundesamt für Naturschutz noch in einer Entfernung von 3-5 km hört; deswegen wurde auch in einigen Bundesländern entschieden, dass der Mindestabstand 5 km beträgt (OVG Lüneburg). Die Tendenz zu „Offshoreanlagen“ im Meer wird somit auch immer stärker.

Gesundheitliche Aspekte…

Die gesundheitlichen Schäden, welche die Infraschallwellen und der Schattenwurf auslösen können (z.B. Kopfschmerz, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Depressionen, Blutdruckbeeinflussung, Tinitus, Herzprobleme usw.) sind mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen (Dr. Ing. Reinhard Bartsch Universität Jena; Professor Joachim Bruch Universitätsklinikum Essen). Vielleicht wäre es auch an der Zeit, dass unsere Gesetzgebung endlich an die wissenschaftlichen Ergebnisse angepasst wird. So bleiben aber auch die starken Wertverluste der Grundstücke zu erwähnen; ein natürlich auch nicht zu vernachlässigender Aspekt.

Ökologisch…

Ökologisch ist das Ganze auch schädlich; da befestigte Wege und Plätze für die schweren Kraftfahrzeuge angelegt werden müssen (die Gemeinden Ell und Rédange haben anscheinend ihre finanzielle Unterstützung zugesagt; wo kommt eigentlich das Geld her?).

Die hier angeführten Aspekte werden wohl jedem erörtert haben, dass Windkraft alles bloss keine Alternativenergie ist. Wenn schon solche Windparks gebaut werden sollen, dann bitte so dass Mensch und Natur nicht darunter zu leiden haben. Zu begrüssen sind auch Initiativen wie zum Beispiel in Folkendange wo eine grosse Photovoltaikanlage in Planung ist.

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