Welchen Einfluss haben Windrāder auf die Tierwelt?

Windrāder stehen aufgrund ihrer Grōsse und ihrer Spannweite in stāndiger Wechselwirkung mit der Tierwelt. Beobachtungen belegen, dass Vögel durch Windkraftanlagen in ihrer Wanderrichtung abgelenkt werden. Bisher noch nicht ausreichend untersucht wurde die Scheuchwirkung von Windrādern auf Sāugetiere durch Rotorbewegung und den Wechsel von Schattenwurf und Sonnenlicht.

Seit vielen Jahrhunderten schon werden Tiere als Warngeber bei drohender Gefahr eingesetzt. Dies aufgrund ihrer sehr stark ausgeprägten Sensibilität. Die Bauern klagen über verheerende Auswirkungen von Windrādern auf das Verhalten von Tieren. So sind Fälle beschrieben von Einbussen von Milch bei Kühen sowie Kannibalismus bei der Schweinezucht. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf den bereits oben erwāhnten Schattenwurf und die Lärmproduktion. Besonders im Infraschallbereich haben manche Tierarten besonders zu kāmpfen. Die Luxemburger Vogelschutzliga, die sich an mehreren Naturschutzprojekten beteiligt, steht dem Projekt ebenfalls sehr skeptisch gegenüber, da gerade das hier umstrittene Gebiet der Gemeinden Ell, Ramerich, Réiden und Wal ein Durchzugsgebiet für Kraniche und Mäusebussarde ist

Rotorblätter wirken oftmals wie ein Shredder!

Der Vogelschlag, d.h. das Erschlagen von Vögeln durch die Rotorblatter wird vom Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven mit jährlich 50 verletzten, meistens aber qualvoll verendeten Vögeln pro Anlage vorsichtig geschätzt. Selbst Greifvōgel, die fūr ihren klaren Blick bekannt sind, haben oftmals bei starkem Wind und aufgrund der hohen Geschwindigkeit der Rotorblätter keine Chance einem grausamen Zusammenstoss zu entgehen. So kommt es dann dass Windkraftbefūrworter und Vogelschūtzer sich bereits bei der Planung von Windkraftanlagen nicht mit dem nōtigen Verstāndnis gegenūberstehen.

Einen weiteren informativen Artikel ūber Kollisionen mit Vōgeln kōnnen Sie hier lesen.

One Response to Welchen Einfluss haben Windrāder auf die Tierwelt?

  1. Helma Diewald sagt:

    Hallo,
    ich bin zufällig auf Ihre Homepage gestoßen und finde diese sehr gut.
    Ich möchte Sie auch darüber informieren, dass im Grenzbereich bzw. im direkten Blickkontakt zu der ältesten Wallfahrtskirche Luxemburg der „Girster Klause“ auf deutscher Seite (Gemarkung Trierweiler) 3 Riesenwindräder gebaut und noch 2 weitere genehmigt, aber noch nicht errichtet wurden.
    Die Öffentlichkeit wurde in dem Genehmigungsverfahren nicht beteiligt und ich klage nun vor Gericht. Teilweise schon mit Erfolg.
    Deshalb wollte ich Sie fragen, ob Sie jemand von der lux. Denkmalbehörde oder sonst jemand kennen, der sich dies mal vor Ort anschauen kann. Über eine Stellungnahme aus lux. Sicht zu dieser Landschafts- bzw. Denkmalbeeinträchtigung, egal wie diese ausfällt, würde ich mich freuen.
    Auch eine Unterstützung aus der Stadt Trier (UNESCO-Welterbenstätte)habe ich erst kürzlich erhalten.
    Den Presse-Artikel “ Hinter der Mariensäule drehen sich die Rotoren“ vom 23.02.14 im Trierischen Volksfreund können Sie sich ja im Internet ansehen.
    Deshalb wäre ich froh, wenn ich auch diesbezüglich von Luxemburgern Bürgern unterstützt werde. Schließlich ist die Girster-Klause nicht nur eine Wahlfahrtkirche aus dem 12. Jahrhundert, sondern auch für die hiesige Bevölkerung hier war diese Kirche immer sehr wichtig.

    Für die erteilte Genehmigungen wurden übrigens keine Umweltverträglichkeitprüfung gemacht. Wie sieht das denn mit der UVP in Luxemburg aus. Ist die bei WKA mit einer Gesamthöhe von 180 – 200m zwingend notwendig?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen

    Mit freundlichen Grüßen
    Helma Diewald

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